Einfach mal…von der Macht mitreißen lassen

Seit ich klein war und mit meinen Brüdern den ersten Krieg-der-Sterne-Film gesehen habe, bin ich ein kleiner Star-Wars-Fan. Klein deshalb, da ich die Filme zwar gern schaue, aber mich nicht fieberhaft mit all seinen Geschichten und Figuren auseinandersetze. Ich bin kein großer Weltraum- oder Actionfilm-Fan, aber George Lucas und jetzt Disney schaffen es mich trotzdem sehr gut zu unterhalten.

Auch Episode VIII. musste ich mir natürlich ansehen, da mich die Geschichte der neuen Generation von Helden interessiere. Ich hatte zwar den Trailer für den Film gesehen, mich jedoch nicht weiter mit der Geschichte dahinter beschäftigt. Ich ziehe es sowieso vor, mich auf Filme einzulassen und danach zu urteilen. Also kaufte ich mir ein Ticket für eine Vorstellung und war gespannt…

Jedes Mal wenn die nach oben fahrenden Schrift auf dem Bildschirm auftaucht, bekomme ich bereits Gänsehaut und bin ganz aufgeregt auf die typische Star-Wars-Stimmung. Überraschenderweise bekam ich dieses Mal auch während des Films einige Male eine Gänsehaut, was mich wirklich überraschte.

Authentische Gefühle

Auch in dieser Rezension versuche ich nicht, dir durch zu viele Details die Geschichte zu vorwegzunehmen. Aber ich kann sagen, dass Episode VIII. der erste Film der Reihe ist, der mit authentischen Gefühlen bestückt ist. Ich erinnere mich nur ein das fast schon zum Fremdschämen auffordernde Liebesdrama zwischen Padmé Amidala und Anakin Skywalker. Dieses Gefühlsgedusel wurde dieses Mal weggelassen und die Zwischenmenschlichen-Szenen sehr echt und gut gepielt, was zum einen an den Schauspielern liegt, aber vor allem auch an einem Gefühlsbetonteren Drehbuch.

Während in Episode VII. Ben Solo hinter einer Maske verborgen kaum Emotionen zeigen konnte, merkt man im Nachfolger-Teil deutlich, dass der Schauspieler Adam Driver etwas kann. Generell habe ich das Gefühl, dass die meisten der Figuren „echter“ vom Drehbuch gezeichnet wurden, als in anderen Teilen. Ansonsten brilliert der Film gewohnt mit viel Spannung, interessanten Planeten und einer Portion Sozialkritik.

Wäre da nicht…

Wie du schon merkst, war ich begeistert von dem neuen Star-Wars-Film. Ich würde sogar so weit zu gehen und sagen, dass er für mich der beste der Reihe hätte sein können. Aber eben nur hätte, denn eines zerstörte, meiner Meinung nach, immer wieder die ernste und Spannungsgeladene Stimmung – die unangebrachten Witze.
Sie dominieren zwar nicht das Geschehen des Films, aber für mich gehören sie nicht in eine Produktion des Star-Wars-Universums. Witze ja, aber nicht in diesem Maße und auf diese Art und Weise.

Fazit

Allgemein kann man sagen, dass Disney eine weitere gute Fortsetzung der Star-Wars-Filme gelungen ist. Die Geschichte und Entwicklung der Figuren war schlüssig und es hat Spaß gemacht den Protagonisten und Antagonisten zu folgen. Ein bisschen weniger Albernheit beim nächsten Mal, aber ansonsten weiter so!

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Einfach mal…von einer deutschen Serie überzeugen lassen.

Als ich hörte, dass der Streaming-Dienst Netflix eine Serie herausbringen würde, die in Deutschland produziert wurde, war ich erst einmal skeptisch. Ich bin bekanntermaßen kein großer Film von der deutschen Medienlandschaft und schaue mir nur selten Filme aus Deutschland an. Auf der anderen Seite bin ich aber immer neugierig auf Neues und lasse mich gern überzeugen. Filme wie Der Untergang, Der Baader-Meinhoff-Komplex oder die guten alten Tatorte konnten mich in der Vergangenheit überzeugen. So beschloss ich mich auf Netflix Dark, wie die Serien heißt, einzulassen.

Die Eigenproduktion wurde nicht ohne Stolz im Internet und auf Netflix selbst beworben, immerhin war es die erste aus Deutschland. Zunächst fand ich es komisch, dass die Reihe einen englischen Titel trug, wo doch „Dunkelheit“ mindestens genauso unheimlich klingt wie Dark. Im Laufe der Folgen gefiel mir die Wahl des Namens aber immer besser. (Aber ich will euch ja nicht spoilern.)

Ich kann nur sagen, dass mich die Serie wirklich überrascht hat. Nicht nur die jungen Gesichter, sondern auch altbekannte Schauspieler machten ihren Job einfach super. Was mir im positiven Sinne Gänsehaut verschaffte, waren der Fakt, dass die Musik, die Emotionen und die Grundstimmung perfekt zu der Geschichte passen. Während man als Zuschauer immer mehr hinter die Geheimnis der Kleinstadt „Winden“ und deren Einwohner kommt, wird einem nie zu viel verraten, sodass keine Folge eine Durststrecke erlebt.

Warum es eigentlich geht:

Es geht in Dark um eine Stadt, die von der Atomkraft und ihrem Wanderhighlight den „Windener Höhlen“ lebt. In dem Örtchen sind schon seit mehreren Generationen einige Familien angesiedelt, die alle Geheimnisse zu haben scheinen. Vor diesem Hintergrund bringt sich Jonas Vater Michael um, ohne einen Hinweis für den Grund zu hinterlassen. Nachdem Jonas eine Therapie zur Verarbeitung dieses tragischen Erlebnisses beendet hat, kehrt er wieder in die Schule zurück. Als er mit seinen Freunden eines Nachts im Wald bei den „Windener Höhlen“ unterwegs ist und Mikkel, der kleine Bruder eines Freundes, verschwindet, beginnt sich die Abwärtsspirale Windens zu drehen.

Mikkel ist nicht das erste Kind, welches verschwunden ist. Einige Wochen vorher verschwand schon ein 16-Jähriger aus Winden. Die Polizei, welche durch Charlotte und Ulrich, Mikkels Vater, repräsentiert wird, versucht einen Zusammenhang zwischen den beiden verschwundenen Kindern zu finden. Ulrich glaubt an einen Täter, der auch schon 30 Jahre zuvor seinen kleineren Bruder entführt hat.

Jonas, Ulrich und ein Unbekannter, der durch den Wald streift, finden sich immer wieder in der Nähe des Atomkraftwerks wieder. Hat jemand von dort mit dem Verschwinden etwas zu tun?

Es ist schwer die Geschichte von Dark zu bewerten, ohne zu viel von der Geschichte zu verraten. Es geht aber im Grunde, um alte und neue Wunden, die in den beteiligten Personen aufreißen. Irgendwann weiß niemand mehr, wem er noch trauen kann und was Realität und was eine Lüge ist. Besonders gut gefällt mir, dass die Serie eine gute Mischung aus Coming-of-Age, Fantasy, Krimi und Drama miteinander vereint. Die Musik, die immer einen melancholischen Unterton in sich trägt passt ebenso, wie das Setting des Waldes mit den dunklen Höhlen.

Die Serie hat mich komplett überzeugt und macht mir Hoffnung, dass demnächst noch mehr Filme und Serien auf diesem Niveau produziert werden. Besonders habe ich mich vor ein paar Wochen über die Nachricht gefreut, dass eine zweite Staffel von Dark produziert wird. Auf Instagram wurden bereits Bilder veröffentlicht, welche die Autoren beim Drehbuch schreiben zeigen. Ich freue mich schon sehr darauf!

Habt ihr Dark auch schon geschaut? Wenn ja, schreibt mir doch, wie euch die Serie gefallen hat.

Einfach mal…allein ins Kino gehen

Kennt ihr das: Man schaut Trailer bei YouTube oder im Kino und nimmt sich vor, jeden der interessanten Filme anzuschauen und letztendlich​ schaut man 1 von 10 dieser Filme. Aufgrund von zu hohen Kinopreisen, fehlender Zeit oder keiner passenden Begleitung setzt man sein Vorhaben nicht um und vergisst die Filme wieder.

Ich bin eigentlich ein riesiger Fan von moderner Filmkunst und schaue lieber einen langen Spielfilm, als mich von Folge zu Folge einer Serie zu hangeln. Versteht mich nicht falsch, es gibt durchaus gute Serien mit Suchtpotential! Jedoch finde ich, dass man mit den Effekten und Emotionen in einem Film, wesentlich mehr in Menschen auslösen kann, als in einer Serie, in der sich Charaktere auf der anderen Seite über einen längeren Zeitraum weiterentwickeln. Beide Formate haben ihren Vorteil! Meine absoluten, subjektiven Favoriten sind aber, wie gesagt, Spielfilme. Besonders Dramen und Psychothriller haben es mir angetan: Erstens kann man sich mit so vielen Charakteren identifizieren, denn das Leben schreibt ja bekanntlich die besten Geschichten. Zweitens kann man durch diese nicht nur die Abgründe der menschlichen Seele zeigen, sondern mit vielen subtile Mitteln spielen und somit Botschaften an die Zuschauer senden. Sie ähneln am ehesten Büchern, die diese Botschaften natürlich viel ausführlicher und manchmal auch authentischer verbreiten können.

Zurück zu den Filmen, die in unserem Hinterkopf verschwinden und nicht geschaut werden, obwohl sie ihr Geld oder die Zeit durchaus wert wären. Ich hab endlich Mal den Schritt gewagt und bin allein ins Kino gegangen. Ich kann euch sagen, dass es eine gute Entscheidung war! Ich war nicht abgelenkt von meinem Sitznachbarn, der mit mir reden oder, dem ich etwas erzählen will. Stattdessen freute ich mich darauf, meinem Freund später von dem Film zu erzählen und war den ganzen Film über ganz aufmerksam! Ich konnte auf Dinge achten, die mir mit Freunden womöglich nicht aufgefallen wären. Das einzige Manko: Ich konnte nicht detailliert über das Thema und die Motive in dem Film sprechen, denn das gestaltet sich schwer, wenn das Gegenüber den Streifen nicht kennt.

Fazit: Ich würde es immer wieder tun! Ich habe beschlossen zukünftig öfter allein in Filme zu gehen und diese dann in vollen Zügen zu genießen! Und wisst ihr was, ich werde auf diesem Blog auch ab und zu Filmrezensionen posten, damit ich meine Gedanken trotzdem mit jemandem teilen kann. 🙂