Einfach mal…Rotterdams Straßen erkunden

Heute geht es weiter mit meinem Reisebericht über meinen Kurztrip in die niederländischen Städte Den Haag und Rotterdam. Nachdem wir wunderschöne, leider verregnete Tage in der Stadt Den Haag verbracht haben, fuhren wir in das ca. 20 km entfernte Rotterdam. Dort erwartete uns ein ganz anderes Bild der Niederlande: Moderne Hochhäuser und breite Straßen prägen auf den ersten Blick das Bild der Stadt. Im Gegensatz zu der beschaulichen und eher gemütlichen Stadt Den Haag, ist es in Rotterdam sehr viel aufgeregter und weniger touristisch. Wenn man jedoch zwischen den neugebauten Gebäuden herumläuft, kommt man schnell in Ecken der Stadt, die untypisch für eine Großstadt sind. Besonders das Stadtviertel des alten Hafens hat uns mit seinem historischen Aussehen überrascht. Von hier aus sind früher die Missionare in die Länder der „Neuen Welt“ gesegelt und genauso sieht es dort noch aus. Ein paar kleine Boote liegen vor Anker und eine große Mühle ragt über das Wasser des Alten Hafens von Rotterdam. Einen abendlichen Spaziergang durch die kleinen Gassen des alten Hafenviertels lohnt sich auf jeden Fall!

Der Alte Hafen von Rotterdam

Der Alte Hafen von Rotterdam, Mirjam Langer 2017

Welche Fleckchen der Stadt Rotterdam noch einen Besuch wert sind und welche ihr nicht unbedingt auf eure Reiseliste packen müsst, habe ich in meiner To-Do-Liste bzw. Don’t-Do-Liste für euch zusammengefasst.

Die Markthalle von Rotterdam: Seit 2014 haben die Rotterdamer einen ganz besonderen Platz, um ihre Waren anzubieten bzw. zu kaufen. Die moderne Markthalle im Zentrum von Rotterdam beeindruckt von außen mit ihrer abgerundeten Form und von Innen mit der Nutzung. Hier bekommst du von Käse, über Gewürze, Obst und Gemüse bis hin zu den typischen niederländischen Waffeln alles, was das Herz begehrt. Ich habe mich mit leckeren, niederländischen Tomaten eingedeckt, denn ich bilde mir ein, dass diese viiiiiel besser als die deutschen schmecken! 🙂 In den Räumen am Rand der Halle findest du einige Restaurants, unter anderem auch eins von Jamie Oliver. Was ich genial finde, ist der Fakt, dass die Räume hoch oben in der Halle zu Wohnungen ausgebaut wurde, sodass du mit Blick auf das Marktgeschehen und die Stadt wohnen kannst.

Die Markthalle Rotterdam von außen

Die Markthalle von Rotterdam, Sören Oldag 2017

Cube Houses: Direkt vor der Tür der Markthalle findest du die Kubushäuser. Das ist ein Gebäudekomplex, welches gebaut wurde, um der Großstadt Rotterdam einen künstlerischen Charme zu geben. Die Wohnungen dieser Häuser haben eine Würfelform und sind nach vorne gekippt. Von außen sieht es aus, als seien die Wände schief und man könne dort gar nicht wohnen. Doch, als wir die Museumswohnung eines der Häuser besuchten, merkten wir, dass unser Gehirn uns getäuscht hat. Es war wirklich eine coole Erfahrung in einem der Häuser herumzulaufen, jedoch wäre es mir persönlich zu eng als Wohnung.

Innenhof der Kubushäuser in Rotterdamm

Innenhof der Kubushäuser, Sören Oldag 2017

Restaurant Basar: Neben der Markthalle war mein persönliches Highlight unsere Abschlussessen in dem orientalischen Restaurant Basar. Wir kannten das Restaurant schon von unserem Urlaub in Amsterdam und freuten uns, als wir sahen, dass es auch eine Filiale der Kette in Rotterdam gab. Wir schauten zwar auch nach anderen möglichen Restaurants, aber letztendlich hat es uns doch in dieses tolle Restaurant gezogen. Dort gibt es riesige Portionen von leckeren Fleisch- und Gemüsegerichten und die Kellner bringen das Bestellte auf Riesentabletts. Die Einrichtung ist in bunten Farben gehalten und erinnert an 1001-Nacht. Wenn ihr in Rotterdam oder Amsterdam seid, dann stattet dem Restaurant unbedingt einen Besuch ab!

Was nicht unbedingt auf eurer Agenda in Rotterdam stehen muss:

Hafenrundfahrt: Da wir gerne viele Ecken der Stadt Rotterdam kennenlernen wollten, beschlossen wir eine Hafenrundfahrt zu machen. Da er zu den größten Handelshäfen der Welt zählt, waren wir sehr gespannt. Wir wurden während der Schifffahrt durch den Hafen von Rotterdam aber leider etwas enttäuscht. Die Informationen, die während der Rundfahrt abgespielt wurden, waren nicht wirklich detailliert und so erfuhr man nur was man sieht, aber nicht was prägnant an diesem Gebäude war. Außerdem fuhr das Schiff nur ein wenig in den Hafen hinein, sodass man von der Größe des Hafens gar nichts mitbekam. Wir bereuen zwar nicht die Fahrt gemacht zu haben, aber nochmal würden wir nicht an Bord gehen.

Wie du siehst haben wir nur schöne Erlebnisse in unserem Kurzurlaub in Rotterdam gemacht. Rotterdam ist eine moderne, aber dennoch historische Stadt, die trotz geschäftlichem Trubel ihre Gelassenheit nicht verloren hat. Im Vergleich zu Den Haag, hat es mir in Rotterdam ein klein wenig besser gefallen. Hier würde ich gerne noch einmal herkommen, da wir bisher nur einen kleinen Teil der niederländischen Stadt gesehen haben. Rotterdam ist absolut ein empfehlenswertes Urlaubsziel!

An dieser Stelle habe ich noch einen besonderen Tipp für deinen Rotterdam Urlaub: Das Hotel Light in Rotterdam hat uns mit seine familiären Atmosphäre verzaubert. Das Hotel nahe der Innenstadt ist modern eingerichtet, aber strahlt durch das freundliche Personal und eine Gemeinschaftsküche für die Gäste, eine altbekannte Stimmung aus. Ein kleiner Wasserkocher für meinen obligatorischen Tee am Morgen war mein ganz persönliches Highlight! 🙂

Einfach mal…Den Haag kulinarisch genießen

Den Haag ist eine wundervolle kleine, aber bedeutsame Stadt. Dort hat der Internationale Gerichtshof seinen Sitz, und zwar im sogenannten Friedenspalast. Genau da werden die Urteile gesprochen, wenn in den Medien über das ein oder andere internationale Gerichtsverfahren berichtet wird. Den Haag hat aber noch mehr zu bieten, als seine wichtige Rolle in der Justiz. Verwinkelte Gassen, kulinarische Köstlichkeiten und einen Strand an der Nordsee charakterisieren diese Kleinstadt. Im folgenden möchte ich euch meine Do’s and Don’ts vorstellen. Natürlich muss jeder sich seine eigene Meinung über Den Haag bilden, jedoch möchte ich euch den ein oder anderen Ratschlag mit auf den Weg geben.

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Escher in Het Paleis, Mirjam Langer, 2017

Das solltest du machen:

  1. Fahre zum Scheveningen Strand – Der Strand von Den Haag ist mit der Straßenbahn in ca. 15 Minuten zu erreichen. Dort erwartet dich ein sehr breiter Strand, der für Spaziergänge, Ausritte und von Wassersportlern genutzt wird. Dort hat uns der Wind ganz schön um die Ohren geweht. Es lohnt sich unbedingt auf den Turm am De Pier zu klettern. Von dort hat man eine wunderschöne Aussicht auf das Meer. Leider war es noch zu kalt zum Baden, aber im Sommer tummeln sich hier bestimmt sehr viele Badeurlauber.
  2. Besuche das Museum Escher in Het Paleis – Die Räumlichkeiten der einstigen Villa der niederländischen Königsfamilie, dienen heute als Ausstellungräume über den Künstler Maurits Cornelis Escher. Dort erfährt man Details über das Leben des Grafikers und man sieht viele Beispiele für optische Täuschungen. Wenn man möchte, kann man auch ein Bild von sich schießen lassen, dass eine optische Täuschung erzeugt.
  3. Gönn‘ dir eine leckere Pause bei Bagels&Beans ! Wie der Name schon sagte, gibt es dort Bagels und Kaffee. Da mein Freund und ich keine Kaffee-Menschen sind, können wir über die Qualität des Schwarzen Goldes nichts sagen. Aber die Bagels sind der Wahnsinn! Ich habe mich sofort in dieses süße Café, die nette Bedienung und die köstlich-belegten Bagels verliebt. Leider musste ich feststellen, dass es in Aachen die einzig deutsche Filiale gibt. 😦 Hab ich schon erwähnt, dass es super lecker war? 😛
  4. Frühstücke bei Yoghurt Barn. An unserem zweiten Tag in Den Haag, durfte mein Freund das Frühstück aussuchen und führte uns in ein weiteres kleines Café namens Yoghurt Barn. Dort konnte man sich ein Joghurt mit Topping selbst kreieren. Wir wählten das Menü für ca. 7€ und bekamen neben einem Glas Joghurt plus Toppings, ein Heißgetränk und ein Croissant dazu. Sogar für meinen empfindlichen Magen, gab es Sojajoghurt!
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Vollkorn-Bagel mit Pute und Avocado, Mirjam Langer, 2017

Den Haag war wundervoll. Wir haben uns unsere Bäuche voll geschlagen, nette Menschen getroffen und das ein oder andere Abenteuer erlebt. Für einen Kurztrip kann ich Den Haag auf jeden Fall empfehlen! Wenn du länger als eine Woche da bist, könntest du dich womöglich langweilen.

Weiter geht es mit zwei Sachen, die man sich in Den Haag sparen kann. Es ist nichts furchtbares dabei, ich war von dieses beiden Dingen einfach persönlich enttäuscht. Das ist natürlich nur meine Meinung: Vielleicht hast du eine andere Erfahrung gemacht?

Was du nicht unbedingt machen musst:

  1. Der Friedenspalast, der den Internationalen Gerichtshof beherbergt, ist von außen schön anzusehen. Leider waren wir enttäuscht, dass man durch die Gitter eines hohen Zaunes schauen musste, denn der Zutritt ist für Besucher nicht gestattet. Das Besucherzentrum hat sehr selten geöffnet und besteht auch nur aus einem kleinen Raum. Wenn man Zeit hat, kann man sich das hübsche Gebäude anschauen, jedoch lohnt es sich nicht gezielt dorthin zu fahren/laufen.
  2. Tappe nicht in die Touristenfalle! In den kleinen Gassen der Altstadt gibt es viele Imbisse, die mit besonderen Burger- und Pommes-Kreationen locken. Nachdem wir morgens bei einer kleinen Pommes-Bude probieren durften, wollten wir nachmittags dort eine Portion essen. Zu spät merkten wir, dass die Portion mit Sauce 5€ kostet und waren dann etwas enttäuscht, von der durchschnittlichen Größe der frittierten Kartoffeln. Da sie lecker waren und wir uns im Urlaub gerne etwas gönnen, ärgerten wir uns nicht. Aber nochmal würden wir da nicht hingehen. Also vergleicht Preise, wenn ihr Pommes essen wollt. In den Niederlanden schmecken sie eigentlich überall sehr gut!

Soweit zur ersten Etappe unseres Niederlande-Kurztrips. Nach 2 1/2 Tagen ging es nämlich weiter nach Rotterdam. Dazu mehr in meinem nächsten Blogpost.

Einfach mal…völlig chaotisch sein

Ich habe euch ja bereits in meinem Blogposts über die Urlaubs-Überraschung meines Freundes berichtet und, dass es nach Den Haag ging. Nun möchte ich meine Erlebnisse mit euch teilen und euch ein paar Tipps geben, was man in Den Haag auf jeden Fall machen sollte oder lieber nicht.

Da ich ein wenig Flugangst habe, war ich sehr froh, dass wir sicher und ohne Zwischenfälle auf dem Flughafen Rotterdam-The Hague gelandet waren. An der Touristikinformation kauften wir uns ein Ticket, um nach Den Haag reinzufahren. Für die Fahrt bot sich ein 1-h-Ticket an, welches wir für eine Bus-und eine Metrofahrt benutzen konnten. Müde und vom Regen begrüßt, verließen wir den Flughafen und gingen auf den einzigen Bus, mit der richtigen Nummer zu und stiegen ein. Beim Einsteigen entwerteten wir brav unser Ticket, welches ab nun für eine Stunde gültig war.

Als der Bus losfuhr war es schon 22Uhr und wir konnten draußen nichts erkennen. Der Bus hatte keine Stationenanzeige, sodass wir Ausschau nach der Metrostation hielten. Nach einer Viertelstunde wunderten wir uns, da der Bus schon längst hätte ankommen müssen. Wir bemerkten, dass wir zwar in die richtige Nummer, aber in die falsche Richtung gestiegen waren. Nun hieß es raus und auf den richtigen Bus warten, der in 10 Minuten kommen sollte. Als dieser dann kam, waren wir froh und dachten, jetzt kann nichts mehr schiefgehen. Aber wir wussten nicht, dass dies erst der Anfang einer chaotischen, aber lustigen Reihe von Unglücksfällen sein sollte.

Wir waren sehr froh, dass wir endlich in der richtigen Metro nach Den Haag saßen und stiegen an der Endstation dann auch aus. Leider gingen alle Einheimischen an uns vorbei durch die elektronische Ticketkontrolle, nur bei uns klappte es nicht. Vermutlich, weil unser Ticket nach über einer Stunde Fahrt natürlich schon abgelaufen waren. Und was nun? Weder ein Fahrkartenautomat noch ein Mitarbeiter, bei dem wir hätten nachzahlen können war auf dem Bahnsteig. Wir waren schlicht und einfach auf dem Gleis eingesperrt. Die Leute, die wir fragten, wusste auch nicht, was in solch einem Fall zutun war. Was uns sehr wundert; wir waren doch wohl nicht die ersten Touristen, denen so etwas passiert?! Schließlich ließ uns eine sehr nette Frau mit ihrer Karte durchschlüpfen, sodass wir frei waren.

Auf dem Weg zum Hotel, ging alles glatt, abgesehen von dem nervigen Dauerregen, der auf uns herunterprasselte. Wir holten uns noch schnell etwas zu trinken und einen Döner, den wir dann gemütlich auf unserem Hotelzimmer essen wollten. Aber an der Rezeption unserer Unterkunft gab es dann noch den krönenden Abschluss unseres Tages: Das Hotelsystem hatte nur für eine Nacht ein Zimmer für uns reserviert. Die Aushilfe, die an dem Abend Dienst hatte, bat uns am nächsten Morgen mit den Rezeptionisten zu sprechen, um eine weitere Nacht eingecheckt zu werden. Er gab uns dann die Karte für ein Zimmer und wir freuten uns endlich angekommen zu sein.

Als wir die Tür zum Zimmer aufmachten, hörten wir einen lauten Schrei und stellten fest, dass in dem Raum bereits zwei Leute im Bett lagen. Wir schloßen die Tür mit hochrotem Kopf und kehrten schnell zur Rezeption zurück. Der Mitarbeiter des Hotels schaute uns verwundert an, als wir ihm sagten, dass in dem Zimmer bereits Leute waren. Peinlich berührt suchte er nach einem Zimmer für uns und teilte uns nach einer gefühlten Ewigkeit mit, dass es kein freies Zimmer mehr für uns gäbe und er uns daher upgraden müsse. Wir waren froh überhaupt einen Schlafplatz zu haben und willigten ein. Als wir schließlich in einem nicht belegten, gemütlichen Zimmer auf dem Bett saßen, mussten wir erstmal laut lachen. An dem Tag war so vieles schief gelaufen, aber letztendlich hat sich alles zum Guten gewendet und wir freuten uns auf schöne Tage in den Niederlanden.

Einfach mal…überraschen lassen

Nachdem ich Ende Februar mein Praktikum in einer PR-AGENTUR beendet hatte und wusste, dass ich ab April mein Traineeship beginnen würde, gönnte ich mir im März noch einmal eine Auszeit, bevor es beruflich bei mir losgehen sollte. Ich unternahm etwas mit meinem Freund, nahm mir Zeit für mich und baute diesen Blog auf. Ein Urlaub war wegen eines ausschlaggebenden Faktors nicht geplant: Das liebe Geld.

Doch eines Tages überraschte mich mein Freund, indem er verkündete, dass er einen Urlaub für uns gebucht hätte und mir Anreise und Unterkunft gerne schenken würde. Ich war erstmal platt und fühlte mich schlecht, da ich nicht wollte, dass er mich finanziert. Mit dem Argument, dass wir das erste Mal zur gleichen Zeit frei hätten und noch nicht wüssten, wie es um unseren Sommerurlaub stand, hatte er mich.

Da es ja in einen Überraschungsurlaub ging, sagte er mir nur, wie lange das ganze gehen sollte und gab mir jeden Tag Tipps zum Urlaubsort: Bekam das Stadtrecht dann oder ist die Partnerstadt vom Bethlehem. Selbst als studierte Historikerin konnte ich mir keinen Reim darauf bilden. Schließlich musste er mir verraten, dass wir mit Handgepäck fliegen würden und ich auf die ganzen Flugbestimmungen achten müsste. Er bekam es hin, mir nichts zu verraten bis wir am Flughafen waren. Erst am Gate sah ich, wohin es gehen sollte.

Nun folgte die zweite Überraschung: Wir würden erst zwei Tage in Den Haag und dann noch zwei Tage im nahe gelegene Rotterdam verbringen. Ich war so aufgeregt, da ich sehr begeistert von Amsterdam war, und mich freute wieder in die Niederlande zu fliegen. Was ich in diesen beiden Städten erlebte, berichte ich euch in meinen beiden Blogposts dazu.

Einfach mal…auf die Piste

Als ich in der neunten Klasse war, habe ich auf der Skifreizeit meiner Schule gelernt auf Skiern zu stehen. Naja, ich konnte mich nach diesen neun Tagen auf den Beinen halten und langsam die Piste herunterkrakelen. Ich hatte damals wirklich Spaß an der Sache, aber war jeden Abend auch froh wieder auf festem Grund zu stehen. Dieses war das erste und einzige Mal, dass ich Skigefahren bin. Bis jetzt.

Mein Freund liebt es, die Piste herunter zu heizen und ist nach einigen Skiurlauben ein sicherer Fahrer. Schon lange haben wir darüber geredet, einmal gemeinsam auf die Piste zu gehen. Letzte Woche war es endlich soweit und wir haben zusammen den Tag im Alpincenter Hamburg-Wittenburg verbracht. Mit dem All-Inclusive-Ticket kann man dort wirklich einen tollen Tag verbringen: Getränke, Essen und Skiausrüstung können den ganzen Tag genutzt werden.

Die Rahmenbedingungen passten also schon einmal, nun ging es auf die Bretter. Erstaunlicherweise wusste ich noch grob alle Dinge, die man beachten musste, so wie Skischuhe einklicken und wie man bremst. Ich übte dennoch zuerst einmal am „Babyhang“ meine Technik, bevor wir uns vom Schlepplift auf den „Berg“ bringen ließen. Dort gab es dann noch eine weitere Strecke, die nicht allzu steil war, um das Kurven-Fahren zu üben.

Da der Schlepplift nicht nach ganz oben fuhr, das Förderband für dort nicht funktionierte und wir zu faul zum Laufen waren, wollten wir uns gleich an die steilste Piste wagen. Dieses Vorhaben endete jedoch in einem Heulkrampf meinerseits, da ich das Kurven-Fahren doch nicht mehr so gut beherrschte, wie ich mir einbildete und zu Anfang der Abfahrt dann Panik bekam. Nachdem ich mich wieder beruhigt hatte, beschlossen wir doch zum Übungshang heraufzulaufen, um noch ein wenig zu üben. Oben angekommen, erklärte mir mein Freund noch einmal die wichtigsten Punkte und gab mir Tipps. Irgendwann wurde ich müde, da die Bewegungen beim Skifahren schon sehr ungewohnt für mich waren, sodass wir beschlossen eine Pause zu machen.

Um jedoch zum Restaurant zu kommen, musste man „meine Panikpiste“ herunterfahren. Ich konnte mich erstaunlicherweise sehr schnell überwinden und fuhr ganz langsam die Strecke herunter, ohne dass ich hinfiel. Da dies so gut klappte und ich auch Spaß daran hatte, wagte ich es noch ein zweites und drittes Mal. Bei der dritten Runde jedoch wurde ich zum Ende hin sehr schnell und verlor die Kontrolle über meine Skier. Glücklicherweise fiel ich nicht hin und ich kam am Ende der Piste zum Stehen.

Der Kontrollverlust auf dieser Abfahrt machte mir solche Angst, dass ich mich danach nicht mehr traute dieses Stück zu fahren. Ich versuchte es noch einmal, aber musste abbrechen, weil ich fürchtete hinzufallen. Ich ärgerte mich über mich selbst, dass ich so ein Angsthase war. Auf der anderen Seite wollte ich aber auf mein Bauchgefühl hören und ließ es gut sein. Ich musste niemandem etwas beweisen und beschloss daher auf den flacheren Hängen Kurven-Fahren zu üben. Mein Freund fuhr die zwei steileren Pisten der Halle und schaute ab und zu bei mit vorbei. Zum Abschluss fuhren wir noch ein Rennen, welches ich gewann, da mein Gegner ganz unerwartet hinfiel. 😉

Ich finde es schade, dass ich die Begeisterung meines Freundes bezüglich des Skifahrens nicht teile beziehungsweise, dass meine Angst mich davon abhält. ABER: Ich möchte unbedingt nochmal zur Skihalle fahren. Denn der Tag auf Skiern und am leckeren Restaurantbuffet hat super Spaß gemacht. Und wer weiß, was die Zukunft noch bringt: Beim nächsten Mal bin ich vielleicht schon viel mutiger.

Einfach mal…vom Urlaub träumen

Wie viele Menschen, habe auch ich eine sehr große Sehnsucht nach der Welt. Ich liebe es im Urlaub neue Kulturen, Landschaften und besonders die Geschichte einer Gegend kennen zulernen. Man muss nicht mal weit fahren, um tolle Orte zu erleben. Um mich über das In- und Ausland zu informieren, habe ich daher letztes Wochenende die Internationale Tourismus Börse (ITB)  in Berlin besucht. Dort habe ich mich für den nächsten Urlaub inspirieren lassen. Wie zu erwarten war, habe ich viel zu viele Kataloge und Flyer mit nach Hause genommen. Diese habe ich dann erstmal nach Ländern und Relevanz sortiert. So habe ich nun einen Stapel mit deutschen Reisezielen und einen mit internationalen Urlaubsorten zuhause liegen. In nächster Zeit werde ich nun damit beschäftigt sein, mich zu informieren, welcher Urlaub zurzeit erschwinglich und interessant für mich und meinen Freund wäre.

Wenn ich mich sofort entscheiden müsste, wo ich hinfahren beziehungsweise fliegen würde, wäre Irland oder Schottland meine Antwort. Ich bin schon lange ein Fan von Großbritannien und schätze die Menschen dort sehr. Ich hatte bereits die Chance London und Liverpool zu besuchen und dort tolle Menschen und wunderschöne  Ecken kennen zulernen. Die Vorstellungen von grünen Wiesen, verwunschenen Burgen, Destillerien und urigen Pubs lassen mein Herz höher schlagen. Na gut, ich romantisiere das alles gerade sehr, aber ein Urlaub ist doch dazu da, um sich zu entspannen und die schönen Seiten des Lebens zu genießen, oder?

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Trogir in Kroatien, Mirjam Langer, 2016

Ein großer Traum von mir, ist es einmal nach Australien und Neuseeland zu fliegen. Neben der besonderen Lebenseinstellung und Geschichte der Aussies reizt mich besonders die Natur dieser beiden Inseln. Als riesiger Mittelerde-Fan träume ich davon, durch die Ebenen von Gondor und Rohan zu wandern und die gewaltigen Berge zu besteigen. Wenn mir dann auch noch ein Kiwi über den Weg läuft, wäre mein Traum perfekt.

Wie bereits geschrieben, muss man nicht immer weit fahren, um einen schönen Urlaub zu verbringen. Mich reizen genauso Ziele, die in Deutschland liegen! Auf meiner Agenda stehen unter anderem Orte wie Bremen/Bremerhaven, Usedom und Hiddensee – Ich liebe die Küste oder südlichere Städte wie München, Freiburg und Trier.

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Hamburger Hafen, Mirjam Langer, 2016

Ich lasse mich gerne inspirieren, deshalb schreibt mir doch einfach mal, wo ihr dieses Jahr hinfahrt oder welche Träume ihr euch noch erfüllen wollt!

Einfach mal…durch die Länder probieren

Ich blicke diese Woche auf ein sehr schönes und aufregendes Wochenende zurück. Ich habe die ITB in Berlin besucht, war 3 Stunden lang im Wald spazieren und habe mich kulinarisch verwöhnen lassen. In diesem Blogpost möchte ich euch von meinem Besuch des Street Food Festivals in Potsdam berichten.

Ich war vor meinem Besuch sehr gespannt, wie das ganze aussehen würde. Da ich bereits auf zwei Street Food Markets in Berlin war, hatte ich eine etwas andere Erwartung als meine beiden Freundinnen, die mich begleitet haben. Dennoch freute ich mich sehr auf den Abend mit den beiden und natürlich mit gaaaanz viel Essen!

Wir drehten zunächst eine Runde, um uns einen Überblick über die verschiedenen Köstlichkeiten zu verschaffen. Am liebsten hätten wir an jedem Stand etwas probieret! Da der Geldbeutel und auch die Magenkapazität dabei aber nicht mitgespielt hätten, suchte sich jeder von uns einen Stand aus und kaufte dort etwas für circa acht Euro, sodass wir uns das Essen dann teilen konnten. So kamen wir in den Genuss von einem Riesen-Fleischspieß mit leckerer BBQ-Sauce, einem Burger mit schwarzem Brötchen und leckerer Wasabi-Sauce und einem Tappas-Teller. Der Teller war mein absoluter Favorit, denn er beinhaltete Rosmarinkartoffeln, Bratpaprika und Datteln im Speckmantel, die man mit einer scharfen Paprika-Sauce (Mojo) und Aijoli genießen konnte. Das hat mir gleich Lust darauf gemacht, mal wieder Spanisch essen zu gehen.

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(c) Samantha Bellenbaum, 2017

Abgesehen von den drei geteilten Gerichten, habe ich mir noch einen Corndog an einem amerikanischen Stand geholt. Ich wollte schon länger mal so etwas probieren beziehungsweise sogar mal selbst machen, war aber leider vom Geschmack enttäuscht. Da lob ich mir den klassischen Hot Dog aus Dänemark. J Auch die frittierten Schokoriegel am schottischen Stand haben mich nicht ganz überzeugt: Sie waren zwar lecker, aber haben letztendlich wie ein Schokocroissant geschmeckt. Ich hatte mir da eher eine Geschmacksexplosion erhofft. Das Kilkenny-Bier am Guinness-Stand war aber so lecker und machte die Enttäuschung des Cordogs wieder wett und hob die Stimmung bei uns Mädels.

Mein Fazit – Ich hatte wirklich Spaß auf dem Festival, was nicht zuletzt an meinen Mädels und der tollen Country-Musik auf der Bühne lag. Ich habe wirklich gut gegessen an dem Abend und bereue die drei Euro Kulturbeitrag keinesfalls. Jedoch hätte ich mir ein wenig mehr Neues erwartet: Letztendlich war es ein Markt mit Speisen aus vielen Ländern, wobei Burger und Pommes die Oberhand auf dem Gelände hatten. Gerade hat der Veranstalter verkündet, dass es im September ein weiteres Festival geben soll. Da werde ich auf jeden Fall auch wieder dabei sein, denn schön war der Abend dort allemal.

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(c) Mirjam Langer, 2017

 

Falls ihr nun Lust bekommen habt, auch mal einen Street Food Market zu besuchen, habe ich euch eine Liste mit Veranstaltungen zu dem Thema zusammengestellt. Außerdem gebe ich drei Tipps für einen erfolgreichen Besuch.

Meine Tipps für den Street Food Market:

  1. Bring Hunger mit! – Dieser Punkt versteht sich wahrscheinlich von selbst. Ich habe es immer so gemacht, dass ich morgens größer gefrühstückt habe und dann erst gegen Nachmittag auf beim Street Food zugeschlagen habe. So ist man nicht ausgehungert, aber hat Platz für verschiedene Leckereien.
  2. Setze dir eine Budget-Grenze. – Street Food Markets zählen nicht zu den günstigsten Freizeitbeschäftigungen. Da ein Häppchen für 3 Euro, da ein Brötchen für fünf Euro: Die Beträge läppern sich. Daher bietet es sich an, vorher festzulegen, wie viel man für das Essen ausgeben will. Ich nehme meistens noch fünf Euro mehr mit, falls ich noch etwas ganz besonderes, was ich mir dann doch gönnen will.
  3. Teile die Speisen. – Wie bereits oben berichtet, habe ich mir die meisten Portionen mit meinen Freundinnen geteilt. Das bietet sich besonders an, wenn man möglichst viele unterschiedliche Leckereien probieren will und schont den Geldbeutel.

Street Food in Berlin und Brandenburg

  1. Street Food auf Achse (jeden Sonntag, 12 bis 18 Uhr, Kulturbrauerei in Berlin)
  2. Street Food Festival Potsdam (15. bis 17. September, Lustgarten in Potsdam)
  3. Street Food Thursday (jeden Donnerstag, 17 bis 22 Uhr, Markthalle Neun in Berlin)